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Müssen wir unsere Bäume wirklich gießen? Dafür ist doch der Regen zuständig.
Das ist prinzipiell richtig. Und doch reicht der Regen besonders im Sommerhalbjahr öfters nicht aus. Doch wie gießt man Bäume richtig? Genau das schauen wir uns jetzt Schritt für Schritt an. 

Bäume richtig gießen: Die 5 wichtigsten Regeln

Hier zum Start gleich die wichtigsten Regeln. Weitere Informationen dazu findest du in den betreffenden Kapiteln.

  • 150–200 Liter pro Gießgang erreichen auch tiefe Wurzeln
  • 1–2 Mal pro Woche gießen statt täglich kleine Mengen
  • Morgens gießen, um Verdunstung zu vermeiden
  • Langsam bewässern, damit Wasser tief eindringt
  • Junge Bäume benötigen eher zusätzliches Wasser

Inhaltsverzeichnis
Warum Bäume gießen wichtig ist
Wie Bäume Wasser aufnehmen
Wie Bäume Wasser speichern
Wie viel Wasser brauchen Bäume?
Wie oft sollte man Bäume gießen?
Wann sollte man Bäume gießen?
Junge vs. alte Bäume
Boden und Bewässerung
Stadtbäume richtig gießen
Bewässerungsmethoden im Vergleich
Schlauch und Gießkanne
Tröpfchenbewässerung
Beregnung
Unsere Gieß-Empfehlung
Bäume im Jahresverlauf gießen
Winter
Frühjahr
Sommer
Herbst
Weitere Tipps
Typische Fehler
Wasser im Boden speichern

Warum müssen wir unsere Bäume gießen?

Aufgrund des Klimawandels kommt es verstärkt zu langen Hitze- und Trockenperioden. Das heißt, der Regen bleibt für eine längere Zeit aus, der Boden wird extrem trocken und unsere Bäume leiden unter sehr großem Durst. Dieser sogenannte Trockenstress kann letztendlich zu Baumsterben führen.

Trockenstress erkennst du beispielsweise an welken Blättern, vorzeitigem Blattfall oder absterbenden Ästen. Spätestens daran merkst du, dass dein Baum dringend Wasser benötigt. Mehr Informationen dazu findest du auch in diesem Video.

Wie genau nimmt ein Baum Wasser auf?

Bäume nehmen das Wasser hauptsächlich über ihre Wurzeln auf. Dieses Wasser wird dann von den Wurzeln über den Stamm und die Äste bis zu den Blättern transportiert. Die Wurzeln unserer Bäume erstrecken sich unterschiedlich weit und tief in den Boden.

Hier unterscheiden wir zwischen Flachwurzlern, Tiefwurzlern und Herzwurzlern. Das Wurzelsystem der Flachwurzler ist, wie es der Name schon sagt, sehr flach unter der Erdoberfläche verteilt. Die Wasseraufnahme findet daher hauptsächlich über das Oberflächenwasser statt, welches durch die Erde sickert.
Die Wurzeln der Tiefwurzler sind sehr tief im Boden verwachsen. Das Wasser wird überwiegend aus den tieferen Regionen aufgenommen, da eine Hauptwurzel in Richtung Grundwasser treibt.
Herzwurzler wiederum kombinieren beide Fähigkeiten. Die Wurzeln wachsen teilweise schräg nach unten und können sich gleichzeitig seitlich verzweigen und das Wasser daher auf unterschiedliche Weise aufnehmen. Deshalb ist es wichtig, das Wurzelsystem deines Baumes zu kennen.

Baumwurzeln - die unterschiedlichen Wurzeltypen

Wie speichern Bäume Wasser?

Ähnlich wie auch wir Menschen speichern die Bäume in jeder einzelnen Zelle Wasser. Der Wasservorrat befindet sich in den Wurzeln, im Stamm, in den Ästen, in den Blättern und auch in den Früchten. Je größer der Baum ist und je mehr Blätter, Nadeln oder Früchte er hat, umso mehr Wasser kann er auch speichern. Wenn dieser Speicher voll aufgefüllt ist, können unsere Bäume auch eine längere Zeit ohne zusätzliche Wasserversorgung überleben.

Durch die langen Trockenperioden in den letzten Jahren werden die Wasserspeicher der Bäume aber aufgebraucht und eine natürliche Wasserversorgung ist nicht mehr möglich. Sind die Speicher leer, begibt sich der Baum in einen Notfallmodus. Die Blätter vertrocknen, werden abgeworfen und der ganze Baum trocknet aus. Fehlt Wasser, schliessen die Bäume auch die sogenannten Stomata und können dadurch keine Fotosynthese mehr betreiben. Diese Schutzfunktion führt dazu, dass die Bäume genau dann ihre Energie nicht herstellen können, wenn sie dafür das meiste Sonnenlicht zur Verfügung haben. 

Wie viel Wasser benötigt ein Baum?

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Die Wassermenge hängt immer von der Größe und dem Standort des Baumes ab. Ein mittelgroßer Baum im Alter ab etwa 5 bis 6 Jahren freut sich über 150 bis 200 Liter Wasser pro Bewässerungsvorgang. Das entspricht etwa 2 bis 3 Füllmengen eines 75-Liter-Bewässerungsbeutels.

Wie oft sollte man Bäume gießen?

Bäume benötigen vor allem Unterstützung, wenn es über einen längeren Zeitraum sehr heiß und trocken ist. Du kannst den Bäumen am besten helfen, wenn du ihnen etwa zweimal pro Woche ein Baumbad gönnst. Das fühlt sich für den Baum wesentlich besser an, als ihn täglich mit einer kleinen Menge an Wasser zu versorgen. Ideal ist, wenn die Bäume morgens gegossen werden.

Wann sollte man Bäume gießen? So erkennst du den Bedarf

Ob ein Baum Wasser benötigt, lässt sich oft schon mit einfachen Mitteln feststellen:

  • Ein guter Indikator ist der Boden selbst. Wenn die oberste Erdschicht trocken ist und sich auch einige Zentimeter darunter kaum noch Feuchtigkeit befindet, ist es Zeit zu gießen. Du kannst dafür einfach mit dem Finger oder einem kleinen Spaten die Erde prüfen.
  • Auch der Baum zeigt Anzeichen von Wassermangel. Dazu gehören hängende oder eingerollte Blätter, eine matte Blattfarbe oder vorzeitiger Blattfall.
  • Spätestens wenn es über mehrere Tage heiß und trocken war und kein Regen gefallen ist, solltest du aktiv werden und den Baum unterstützen.

Junge vs. alte Bäume: So unterschiedlich ist der Wasserbedarf

Der Wasserbedarf eines Baumes hängt stark von seinem Alter ab. Hier die wichtigsten Richtlinien:

  • Junge Bäume in den ersten fünf Jahren nach der Pflanzung sind besonders auf regelmäßiges Gießen angewiesen. Ihr Wurzelsystem ist noch nicht weit ausgebildet und kann Wasser nur aus einem begrenzten Bereich aufnehmen. Deshalb sollten sie auch bei moderaten Trockenphasen unterstützt werden.
  • Ältere, etablierte Bäume haben ein deutlich größeres Wurzelsystem und können sich oft besser selbst versorgen. Sie benötigen in der Regel nur bei längeren Trockenperioden zusätzliches Wasser. Dennoch kann auch bei ihnen in extrem heißen Sommern eine gezielte Bewässerung sinnvoll sein.

Wie der Boden die Bewässerung beeinflusst

Nicht jeder Boden speichert Wasser gleich gut. Deshalb ist es wichtig, die Beschaffenheit deines Bodens zu kennen, um die Bewässerung richtig anzupassen.

  • Sandige Böden lassen Wasser sehr schnell versickern. Hier ist es sinnvoll, häufiger zu gießen, da die Feuchtigkeit nicht lange im Wurzelbereich bleibt.
  • Lehmige oder tonhaltige Böden hingegen speichern Wasser deutlich besser. In diesem Fall solltest du seltener gießen, dafür aber langsamer und gleichmäßiger, damit das Wasser tief in den Boden eindringen kann.
  • Ist der Boden stark verdichtet, kann Wasser oft nur oberflächlich abfließen. In solchen Fällen hilft es, die oberste Bodenschicht vorsichtig aufzulockern.
  • Eine Mulchschicht kann zusätzlich dabei helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Verdunstung zu reduzieren.

Stadtbäume richtig gießen

Egal ob in Berlin, München oder Hamburg: Stadtbäume stehen unter besonderen Bedingungen und benötigen oft mehr Unterstützung als Bäume in ländlichen Regionen. Durch versiegelte Flächen wie Asphalt oder Pflaster steht ihnen meist nur ein begrenzter Wurzelraum zur Verfügung. Gleichzeitig heizen sich Städte im Sommer stärker auf, was den Wasserbedarf zusätzlich erhöht.

Hinzu kommt, dass Regenwasser häufig nicht direkt im Wurzelbereich versickern kann, sondern abgeleitet wird. Dadurch sind Stadtbäume besonders anfällig für Trockenstress und profitieren stark von regelmäßigen Bewässerungen während trockener Phasen.

Bäume richtig gießen: Die besten Bewässerungsmethoden im Vergleich

Wir können unsere Bäume mit unterschiedlichen Bewässerungsmöglichkeiten unterstützen, um ihren Durst zu löschen. Hier findest du die wichtigsten Methoden im Überblick:

Der Gartenschlauch und die Gießkanne

Bäume mit Gartenschlauch oder Gießkanne gießen

Gießkanne und Gartenschlauch sind die klassische Methode, um Bäume zu gießen. Du kannst hierfür Leitungswasser oder auch gesammeltes Regenwasser aus der Regentonne verwenden. Für den Baum bedeutet das Gießen mit Schlauch oder Gießkanne allerdings eine richtige Wasserflut auf einmal. Das Wasser fließt so schnell wieder ab, dass die Wurzeln kaum die Möglichkeit bekommen, es aufzunehmen. 

Mit dem Gartenschlauch weißt du auch nie, mit wie viel Wasser du den Baum nun versorgt hast.

Die Tröpfchenbewässerung

Um Bäume richtig zu bewässern, empfehlen wir die Tröpfchenbewässerung. Darunter kannst du eine Form der Langzeitbewässerung verstehen. Hierbei werden geringe Mengen Wasser über kleine Öffnungen an Bewässerungsbeuteln, Schläuchen oder Rohren gleichmäßig an die Wurzeln abgegeben. Diese Art der Bewässerung ist sowohl ober- als auch unterirdisch möglich.

Eine besonders einfache und effektive Form der Tröpfchenbewässerung sind Bewässerungsbeutel. Sie werden direkt am Stamm angebracht und geben das Wasser über mehrere Stunden langsam und gleichmäßig ab. So gelangt es genau dorthin, wo es gebraucht wird, nämlich in den Wurzelbereich.

Die baumbad Bewässerungssäcke sind genau für diesen Zweck entwickelt. Sie ermöglichen eine gezielte, wassersparende Bewässerung und sorgen dafür, dass auch größere Wassermengen kontrolliert und effizient abgegeben werden.

Bäume mit BewässerungsbeutelnDie Tröpfchenbewässerung hat den Vorteil, dass die Wurzeln ausreichend Zeit bekommen, um das Wasser aufzunehmen und damit den ganzen Baum zu versorgen. Gleichzeitig weißt du vor allem durch den Bewässerungsbeutel immer genau, mit wie viel Wasser dein Baum versorgt wird. Vor allem wegen der zunehmenden Trockenheit sollte kein Wasser verschwendet werden.

Viele weitere Infos zur Tröpfchenbewässerung findest du im gesonderten Beitrag:
"Die Tröpfchenbewässerung im Detail"

Die Beregnung als Gießmethode

Unter Beregnung kannst du das offene Versprühen von Wasser auf einer großen Fläche verstehen. Durch diese Art der Bewässerung kann der Wasservorrat des Bodens so optimiert werden, dass die Wurzeln auch während einer Trockenzeit mit Wasser versorgt werden.

Beregnung als Gießmethode

Unsere Gieß-Empfehlung: die Tröpfchenbewässerung

Um Bäume wirklich optimal zu gießen, eignet sich  die Tröpfchenbewässerung am besten. Andere Gießmethoden sind immer gut gemeint und helfen auch ein wenig. Dennoch geht dabei meist zu viel Wasser verloren oder erreicht die Wurzeln gar nicht erst.

Die Bewässerungsbeutel sind genau so konzipiert, dass das Wasser Tropfen für Tropfen an die Wurzeln abgegeben wird. Und gleichzeitig ermöglichen sie aufgrund der Füllmenge von 75 oder 100 Litern je Beutel das Gießen mit einer großen Menge Wasser in einem Gießgang. So kommt das Wasser in einer für den Baum angenehmen Menge auch dort an, wo es benötigt wird.

Bäume im Jahresverlauf gießen: Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels und den damit einhergehenden Veränderungen der Temperaturen und Niederschläge kann es unabhängig von der Jahreszeit immer zu trockenen Phasen kommen.

Bäume gießen im Winter

In den Wintermonaten sind die Bäume in einer regenerierenden Schlafphase und benötigen in der Regel kein zusätzliches Gießen. Aber in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass es auch in den Wintermonaten zunehmend weniger Niederschläge gibt und die Bodenfeuchte in einigen Regionen auch zu dieser Jahreszeit weiter abnimmt und sich die Grundwasserreserven nicht mehr in ausreichendem Maße auffüllen können. Mit Folgen für die Wasserversorgung der Bäume im Frühling.

Mehr Informationen dazu findest du im Beitrag: "Bäume gießen im Winter"

Bäume gießen im Frühjahr

Nach den meist noch regnerischen Monaten Januar und Februar kommt es immer häufiger vor, dass unsere Bäume bereits im März und April zusätzliches Wasser benötigen. Eine ausreichende Versorgung mit Wasser ist gerade zu Beginn der Vegetationsperiode für Bäume extrem wichtig. In dieser Phase wollen die Bäume Triebe und ganz viele Blätter bilden. Und wenn sie hier nicht ausreichend Wasser bekommen, wird das Wachstum unmittelbar verzögert. Je nach Niederschlagsmenge im März und April ist es daher hilfreich bzw. sogar notwendig, die Bäume in regelmäßigen Abständen zu unterstützen.

Mehr Informationen dazu findest du im Beitrag: "Bäume gießen im Frühjahr"

Bäume gießen im Sommer

Die Sommermonate Juni bis August sind Monate, in denen es durchaus notwendig sein kann, einen Baum regelmäßig zu unterstützen. Besonders junge Bäume und Stadtbäume mit kleineren Wurzeln als ältere und frei stehende Bäume benötigen dann mitunter auch mehrmals die Woche unsere Unterstützung.

Mehr Informationen dazu findest du im Beitrag: "Bäume gießen im Sommer"

Mehr zum Thema Stadtbäume gießen findest du im gesonderten Beitrag:
"So kannst du Stadtbäume richtig gießen und retten"

Bäume gießen im Herbst

Ab September benötigt ein Baum in der Regel nur Unterstützung, wenn er in den Vormonaten Anzeichen von Trockenstress gezeigt hat. Mit Beginn des Herbstes verlieren die Bäume langsam ihre Blätter und bereitet sich auf die Regeneration vor. Aber auch hier ist es noch notwendig, dass sie ausreichend Wasser haben, da sie auch in dieser Phase noch sekundäre Pflanzenstoffe zur Abwehr von Krankheitserregern und Schädlingen produzieren.

Mehr Informationen dazu findest du im Beitrag: "Bäume gießen im Herbst"

Weitere Tipps zum Gießen von Bäumen:

Wasser und insbesondere Trinkwasser sind eine kostbare Ressource mit der wir sparsam umgehen sollten. Daher hier ein paar kleine Tipps zum Gießen. Damit von dem Wasser, welches wir zum Gießen verwenden auch möglichst viel bei den Wurzeln und damit beim Baum ankommt.

Gieße möglichst immer morgens.

Beim Gießen in den Mittags- und Nachmittagsstunden verdunstet mehr Wasser als in den Morgenstunden. Und durch den Linseneffekt der Wassertropfen können andere Pflanzen im Bereich der Baumscheibe und Wurzeln an der Oberfläche durch die stärkere Sonnenstrahlung verbrennen.

Gießen am Abend hingegen fördert den Pilzbefall von Pflanzen und lockt Schnecken an. Beides hat weniger unmittelbare Folgen für den Baum. Aber umso mehr für die umliegenden Pflanzen.

Gieße lieber einmal eine größere Menge als täglich nur ein paar Liter.

Kleinere Mengen Wasser dringen nur oberflächlich in den Boden ein und reichen in der Regel nicht, um den gesamten Boden zu durchfeuchten, sodass das Wasser auch die Wurzeln erreicht. Es ist daher besser, weniger Gießgänge zu machen und dafür pro Gießgang viel Wasser zu geben. Optimal sind 150 bis 200 Liter bei 1 bis 2 Bewässerungsgängen pro Woche. Wichtig ist auch, dass das Wasser langsam abgegeben wird, um zu verhindern, dass es oberflächlich abfliesst.

Lockere regelmäßig den Boden um den Baum auf.

Gerade bei Stadtbäumen, aber auch bei Bäumen in vielen Gärten ist der Boden um den Baum häufig sehr verdichtet. Dadurch fließt das Wasser beim Gießen häufig oberflächlich ab und verdunstet. Aufgelockerter Boden nimmt hingegen das Wasser besser auf, sodass mehr Gießwasser die Wurzeln erreicht.

Nutze wenn möglich Brauch- oder Regenwasser zum Gießen.

Zum einen mögen Bäume und auch andere Pflanzen im Garten "weiches" kalkarmes Regenwasser viel lieber als Leitungswasser. Zum anderen muss Trinkwasser aufwändig aufbereitet und gereinigt werden. Daher sollte man, wenn die Möglichkeit besteht, über Zisternen, Regentonnen oder Wasserumleitungssysteme gesammeltes Brauch- oder Regenwasser anstelle von Trinkwasser zum Gießen verwendet werden.

Typische Fehler beim Bäume gießen

Beim Gießen von Bäumen passieren immer wieder ähnliche Fehler, die sich leicht vermeiden lassen:

  • Ein häufiger Fehler ist es, zu oft kleine Mengen Wasser zu geben. Dadurch wird nur die oberste Bodenschicht befeuchtet, während die tieferliegenden Wurzeln trocken bleiben. Besser ist es, seltener zu gießen, dafür aber mit ausreichend Wasser.
  • Auch das Gießen direkt am Stamm ist nicht optimal, da sich die feinen Wurzeln überwiegend im äußeren Kronenbereich befinden. Das Wasser sollte daher großflächig rund um den Baum verteilt werden.
  • Ein weiterer Fehler ist das Gießen zur falschen Tageszeit. In der Mittagshitze verdunstet ein großer Teil des Wassers, bevor es überhaupt im Boden ankommt. Außerdem kann stark verdichteter Boden dazu führen, dass Wasser oberflächlich abläuft, anstatt einzusickern.

Wasser im Boden speichern: So bleibt Feuchtigkeit länger verfügbar

Damit das Gießwasser möglichst effizient genutzt wird, ist es sinnvoll, die Speicherfähigkeit des Bodens zu verbessern. Hier hast du folgende Möglichkeiten:

  • Eine Mulchschicht aus Rindenmulch, Laub oder Grasschnitt schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung und reduziert die Verdunstung. Gleichzeitig fördert sie das Bodenleben und verbessert langfristig die Bodenstruktur.
  • Auch das Einarbeiten von Kompost kann helfen, den Boden lockerer und speicherfähiger zu machen. So steht den Wurzeln über einen längeren Zeitraum Wasser zur Verfügung.
  • Eine gesunde Bodenstruktur sorgt dafür, dass Wasser besser aufgenommen und gespeichert wird, ein entscheidender Faktor für die langfristige Versorgung des Baumes. Besonders wirkungsvoll sind organische Bodenverbesserer wie Wurmkompost. Sie fördern das Bodenleben, verbessern die Struktur und helfen dabei, Wasser länger im Wurzelbereich zu halten. Der baumbad Flüssigdünger basiert auf hochwertigem Wurmkompost und eignet sich besonders gut, um diese Effekte gezielt zu unterstützen.

In diesem Artikel findest du noch mehr Informationen über das Zusammenspiel von Wasser, Boden und Nährstoffen für gesunde Bäume.

Zusammenfassung: Bäume richtig gießen

Beim Gießen von Bäumen kommt es vor allem auf drei Dinge an:

  • ausreichend Wasser pro Gießgang
  • die richtige Häufigkeit
  • und eine langsame, gleichmäßige Abgabe im Wurzelbereich

Wenn du zusätzlich auf Bodenstruktur und Wasserspeicherung achtest, schaffst du die besten Voraussetzungen für gesunde und widerstandsfähige Bäume.

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