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24.07.2024
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Mulchen ist eine einfache, kostengünstige und effektive Möglichkeit, deinem Baum etwas Gutes zu tun. Doch was ist mulchen überhaupt? Und was gibt es dabei zu beachten?
Mulchen ist das Abdecken der Erde mit organischem Material. Diese Technik ist der Natur nachempfunden. Denn in der Natur siehst du kaum nackte Erde. Fruchtbare Erde ist entweder bewachsen oder mit einer Schicht organischer Masse zugedeckt. Im Wald beispielsweise ist die Erde mit Laub, Nadeln und Ästen bedeckt. Eine Mulchschicht schützt den Boden wie ein Mantel vor Austrocknen, starken Erwärmen beziehungsweise Abkühlen und Erosion. Gleichzeitig schützt eine Mulchschicht auch die Bodenlebewesen und führt Nährstoffe zu.

Welche Vorteile bietet das Mulchen von Bäumen?
Eine Mulchschicht…
- liefert langsam und stetig Nährstoffe an den Boden und baut ihn somit auf
- fördert die günstige Krümelstruktur des Bodens.
- durch die Krümelstruktur kann der Boden besser Wasser aufnehmen
- schützt den Boden vor Austrocknung und hält ihn feucht
- reguliert die Bodenfeuchtigkeit und -temperatur
- unterdrückt das Wachstum anderer Pflanzen
- reduziert Erosion
- liefert Nahrung und gute Bedingungen für die Bodenlebewesen
- oft kann durch gelegentliches Mulchen auf weitere Dünger verzichtet werden
Welche Materialien eignen sich zum Mulchen von Bäumen?
- Laub
- (getrockneter) Grasschnitt
- Rindenmaterial oder Holzschnitzel (beispielsweise vom Baum- oder Heckenschnitt)
- halbreifer Kompost mit einer dünnen Schicht aus organischem Material abgedeckt
- altes Heu
- gehäckseltes Stroh
- Brennnesseln oder andere heilkräftige Wildkräuter
Mulchen vom Bäumen im Jahresverlauf
- Frühjahr: Lasse die Baumscheibe zunächst frei, damit sich der Boden schneller erwärmt. Wenn es noch Mulch vom letzten Jahr gibt, kannst du diesen entfernen.
- Sommer: Ein guter Zeitpunkt, um eine neue Mulchschicht aufzutragen ist nach der Blütezeit, üblicherweise zwischen Mai und Juni. Im weiteren Verlauf des Sommers wird diese Schicht immer mal wieder ausgewechselt, um Fäulnis zu vermeiden.
- Herbst: Hier ist es von Vorteil, wenn du den Mulch nach der Obsternte entfernst, um Wühlmäusen keine Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten. Wühlmäuse ernähren sich unter anderem von Wurzeln und könnte dementsprechend einigen Schaden an deinem Baum anrichten.
- Winter: Lasse hier die Baumscheibe von älteren Bäumen frei. Bei jungen Bäumen kannst du eine dünne Mulchschicht aus Laub liegenlassen. Die Mulchschicht hilft besonders kälteempfindlichen Jungbäumen.
Wie werden Bäume richtig gemulcht?
- erneuere den Mulch während der Vegetationsperiode gelegentlich
- entferne auch mal altes, verrottetes Material und halte die Baumscheibe immer wieder für einige Zeit frei, um den Boden atmen zu lassen
- trockenes Material kann 2 bis 10 cm stark aufgetragen werden.
- grünes Material wie frischer Rasenschnitt wird nur dünn aufgetragen, da es sonst leicht fault. Es kann dafür öfters erneuert werden
- bei schweren Böden vorsichtiger Mulchen, damit keine Staunässe und Fäulnis entstehen.
Hier findest du mehr Informationen über das Düngen von Bäumen.
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Bäume brauchen Nährstoffe, um gesund zu wachsen. In vielen Gärten oder Städten fehlen diese Nährstoffe im Boden, zum Beispiel weil Laub entfernt wird oder der Boden stark genutzt wird. Eine passende Düngung kann helfen, den Boden zu verbessern und das Wachstum des Baumes zu unterstützen. Wichtig ist aber, nicht einfach „auf Verdacht“ zu düngen, denn manche Böden enthalten bereits genug Nährstoffe.
Organische Dünger wie Kompost oder Wurmkompost wirken langsamer, verbessern aber langfristig den Boden und fördern das Bodenleben. Mineralische Dünger wirken schneller, liefern aber meist nur einzelne Nährstoffe. Für viele Bäume ist eine organische Düngung langfristig die nachhaltigere Lösung.
Ja, das kann sehr hilfreich sein. Mit einer Bodenprobe lässt sich feststellen, welche Nährstoffe im Boden vorhanden sind und welche fehlen. Außerdem wird der pH-Wert gemessen. So kann man den Baum gezielt düngen und Überdüngung vermeiden. Eine einfache Bodenanalyse kostet meist nur etwa 20–40 €.
Ein Nährstoffmangel kann sich zum Beispiel durch gelbe oder blasse Blätter, schwaches Wachstum oder wenig Blüten zeigen. Allerdings können ähnliche Symptome auch durch Trockenheit oder verdichteten Boden entstehen. Deshalb sollte man immer zuerst prüfen, ob der Baum ausreichend Wasser bekommt.
Ja, das ist möglich. Bewässerungssäcke geben Wasser langsam an den Boden ab. Wenn ein flüssiger Dünger mit Wasser gemischt wird, gelangt er gleichmäßig in den Wurzelbereich. So kommt ein großer Teil des Bodens rund um den Baum mit der Nährlösung in Kontakt.
Die beste Zeit zum Düngen ist meist im Frühjahr und Frühsommer, wenn der Baum wächst und neue Blätter bildet. In dieser Phase kann der Baum die Nährstoffe besonders gut aufnehmen. Sehr späte Düngungen im Herbst sind meist nicht sinnvoll.
Im Boden leben viele Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und Regenwürmer. Sie bauen organisches Material ab und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Ein aktives Bodenleben hilft dem Baum also, Wasser und Nährstoffe besser aufzunehmen. Organische Dünger können dieses Bodenleben unterstützen.
Super Idee, einfache Handhabung und von der Bestellung bis zur Lieferung alles bestens.
Michael K.